Willkommen! Wir erklären Globuli und ihre Anwendung in der Homöopathie. Gut zu wissen: Eine Wirkung homöopathischer Mittel ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Unsere Artikel informieren, ersetzen aber keinen Arztbesuch. So arbeiten wir

Globuli für Katzen: Anwendung, Studienlage und Warnzeichen

Katzen zeigen kaum, wenn es ihnen schlecht geht. Genau deshalb ist bei Globuli für die Samtpfote besondere Vorsicht wichtig. Hier erfährst du, was genannt wird, was die Forschung sagt und wann die Tierarztpraxis nicht warten darf.

Von Sebastian Beier · Zuletzt geprüft am

Eine entspannte getigerte Katze liegt auf einer hellen Decke am Fenster, daneben steht ein kleines Glasschälchen mit weißen Kügelchen.

Worum geht es bei Globuli für Katzen?

Globuli sind kleine Zuckerkügelchen, die mit einer stark verdünnten Lösung besprüht werden. Mehr dazu findest du unter Was sind Globuli?. In der Tierhomöopathie werden sie auch bei Katzen angewendet, meist von Haltern, die ihrem Tier sanft helfen möchten.

Bei Katzen gibt es aber eine Besonderheit: Sie sind Meister im Verstecken. Als kleine Jäger, die selbst Beute sein können, zeigen sie Schwäche nur ungern. Die typischen Hinweise sind leise: Die Katze zieht sich zurück, putzt sich weniger, schläft mehr, frisst weniger, springt nicht mehr aufs Sofa oder meidet das Katzenklo. Wenn eine Katze offensichtlich leidet, ist die Erkrankung oft schon weit fortgeschritten.

Welche Globuli werden für Katzen genannt?

Für Katzen gibt es keine eigene klassische Quelle. Boericke beschreibt seine Arzneimittelbilder für Menschen. Die folgenden Angaben beschreiben deshalb nur neutral die Lehre und sind keine Empfehlung.

MittelWird in der Homöopathie genannt bei …
ArnicaFolgen von Verletzungen, Stürzen, Schlägen und Prellungen. Boericke beschreibt ein „wundes, lahmes, zerschlagenes Gefühl“.
Arsenicum albumUnruhe, Erschöpfung und Beschwerden nach verdorbener Nahrung. Boericke nennt auch brennende Schmerzen und starken Durst.
Nux vomicaVerdauungsbeschwerden und Verstopfung mit häufigem, erfolglosem Drang. Boericke beschreibt außerdem eine starke Reizbarkeit und Empfindlichkeit gegenüber allen Eindrücken.

Zwei wichtige Hinweise dazu:

  • Eine Katze mit Verletzung muss untersucht werden. Innere Blutungen und Brüche sieht man von außen nicht.
  • Eine Katze, die erfolglos auf dem Klo presst, hat nicht automatisch Verstopfung. Bei Katern steckt oft ein Harnverschluss dahinter. Dann staut sich der Urin, und Giftstoffe sammeln sich im Blut. Das kann Herz und Nieren schwer schädigen. Das ist ein Notfall und kein Fall für Globuli.

Dosierung und Anwendung

Eine konkrete Dosierung können wir nicht empfehlen. Hersteller nennen meist eine kleine Zahl Globuli, die man in etwas Wasser auflöst oder direkt ins Maul gibt. Halte dich an die Packungsbeilage und sprich die Anwendung mit deiner Tierarztpraxis ab. Mehr zur Einnahme allgemein findest du unter Globuli Anwendung.

Ganz praktisch: Viele Katzen mögen es nicht, wenn man ihnen etwas ins Maul steckt. Stress ist für sie selbst ein Gesundheitsrisiko. Zwing dein Tier also nie dazu. Flüssige Zubereitungen wie Tropfen können Alkohol enthalten. Das ist für Katzen ungeeignet.

Was sagt die Forschung?

Was Katzen sonst noch hilft

Gefahren im Haushalt vermeiden:

  • Lilien sind für Katzen hochgiftig. Schon wenig Pollen, den die Katze beim Putzen aus dem Fell leckt, Blattteile oder Vasenwasser können zu Nierenversagen führen. Auch Taglilien zählen dazu. Stell sie am besten gar nicht erst ins Haus.
  • Viele ätherische Öle sind für Katzen giftig, zum Beispiel Teebaumöl, Eukalyptus und Zitrusöle. Katzen können manche Stoffe nur schlecht abbauen. Verzichte auf Duftlampen und Diffuser in ihrer Nähe und gib keine Öle aufs Fell.
  • Gib Medikamente für Menschen nie ohne tierärztliche Anweisung. Paracetamol und Ibuprofen sind für Katzen gefährlich, Paracetamol schon in kleinen Mengen.
  • Flohmittel für Hunde, die Permethrin enthalten, können für Katzen lebensgefährlich sein. Verwende nur Produkte, die für Katzen gedacht sind.

Beobachten und vorbeugen:

  • Achte darauf, wie deine Katze frisst und trinkt und wie Urin und Kot aussehen. Veränderungen sind oft das erste Zeichen.
  • Sorge für mehrere saubere Katzenklos, frisches Wasser und, besonders bei Katern, genug Flüssigkeit, zum Beispiel über Nassfutter.
  • Geh regelmäßig zur Vorsorge. Impfungen, Entwurmung und Zahnkontrolle bespricht deine Tierarztpraxis mit dir.
  • Halte das Gewicht deiner Katze im Blick. Übergewicht erhöht unter anderem das Risiko für eine Leberverfettung, wenn sie einmal nicht frisst.
  • Verringere Stress mit festen Abläufen, Rückzugsorten und Beschäftigung.

Häufige Fragen

Darf ich meiner Katze Globuli geben?

Hochpotenzierte Globuli bestehen fast nur aus Zucker und sind dann meist unbedenklich. Tiefe Potenzen aus giftigen Ausgangsstoffen sind es nicht. Das größere Risiko ist aber, dass du Zeit verlierst, in der eine Krankheit behandelt werden müsste. Sprich es deshalb mit deiner Tierarztpraxis ab.

Kann ich Globuli statt Tierarzt nutzen?

Nein. Bei Katzen sind Krankheiten oft schon weit fortgeschritten, wenn man sie bemerkt. Globuli ersetzen keine Untersuchung und keine Behandlung.

Was tun, wenn meine Katze nicht frisst?

Wenn deine Katze 24 Stunden lang nichts gefressen hat, geh mit ihr zur Tierarztpraxis. Wenn Katzen länger nichts fressen, kann das die Leber ernsthaft schädigen.

Sind Globuli für Kater und Kätzchen anders?

Viele Globuli sind für Menschen gedacht. Eine geprüfte Dosierung für Katzen gibt es dafür nicht. Bei Kätzchen und alten Tieren solltest du besonders früh tierärztlichen Rat holen.

Gilt das auch für Hunde?

Vieles ist ähnlich. Manche Stoffe, die für Katzen besonders gefährlich sind, etwa Permethrin oder Lilien, vertragen Hunde besser. Paracetamol ist aber auch für Hunde gefährlich. Mehr dazu findest du unter Globuli für Hunde.