Ferrum phosphoricum: Schüßler-Salz Nr. 3 bei Fieber und Entzündung
Ferrum phosphoricum gilt als „Erste-Hilfe-Salz“ der Schüßler-Therapie bei beginnenden Infekten. Weil Eisen drinsteckt, wird es auch gegen Müdigkeit und Eisenmangel empfohlen. Wir rechnen nach, wie viel Eisen eine Tablette enthält.

Was ist Eisenphosphat?
Eisenphosphat ist ein schwer lösliches, gräulich bis rötliches Salz. Eisen selbst ist für den Körper unverzichtbar: Es ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der Sauerstoff transportiert. Die DGE empfiehlt Erwachsenen je nach Geschlecht und Alter etwa 10 bis 16 Milligramm Eisen pro Tag, Frauen vor den Wechseljahren brauchen wegen der Monatsblutung mehr. Eisenmangel ist weltweit der häufigste Nährstoffmangel.
Als Schüßler-Salz wird Eisenphosphat mit Milchzucker verrieben, meist bis D12. Es gehört zu den wenigen Schüßler-Salzen, die üblicherweise nicht in D6 angeboten werden.
Wofür wird Ferrum phosphoricum empfohlen?
Boericke beschreibt Ferrum phosphoricum als Mittel für das erste Stadium aller fieberhaften Erkrankungen und Entzündungen, bevor sich Eiter oder Ausscheidungen bilden. Typisch sei ein eher zarter, blasser Mensch mit leicht gerötetem Gesicht, der schnell erschöpft ist. Heute wird es genannt bei:
- beginnendem Fieber, langsam ansteigend, bis etwa 38,5 °C
- beginnender Erkältung, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen
- frischen Verletzungen und Prellungen
- Erschöpfung, Müdigkeit und „zur Unterstützung der Blutbildung“
- Nasenbluten
Dosierung
Als Schüßler-Salz wird meist D12 angeboten. Bei akuten Beschwerden nennen Ratgeber oft eine Tablette alle halbe bis ganze Stunde, bei Besserung seltener, höchstens 12 Tabletten am Tag. Halte dich an die Packungsbeilage.
Was sagt die Forschung?
Nebenwirkungen und Hinweise
Schüßler-Tabletten bestehen fast nur aus Milchzucker. Bei Laktoseintoleranz können viele Tabletten am Tag Beschwerden machen.
Was dir sonst noch hilft
Bei beginnender Erkältung und Fieber: Ruhe, viel trinken, bei Bedarf Paracetamol oder Ibuprofen. Mehr dazu in Globuli bei Erkältung.
Bei Eisenmangel: Eisenreiche Lebensmittel sind Fleisch, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Haferflocken, Kürbiskerne und grünes Gemüse. Pflanzliches Eisen wird besser aufgenommen, wenn du dazu etwas mit Vitamin C isst, etwa Paprika oder Orangensaft. Kaffee und schwarzer Tee zum Essen hemmen die Aufnahme. Bei nachgewiesenem Mangel verschreibt der Arzt Eisentabletten, die oft am besten jeden zweiten Tag genommen werden.
Bei Erschöpfung: Siehe unseren Artikel Globuli gegen Abgeschlagenheit. Andere homöopathische Fiebermittel sind Aconitum und Belladonna.
Häufige Fragen
Hilft Ferrum phosphoricum bei Eisenmangel?
Nein. Eine D12-Tablette enthält praktisch kein Eisen. Bei Eisenmangel helfen eisenreiche Ernährung und gegebenenfalls Eisenpräparate nach ärztlicher Rücksprache.
Senkt Ferrum phosphoricum Fieber?
Dafür gibt es keinen Beleg. Fieber muss auch nicht immer gesenkt werden. Wenn es dir schlecht geht, helfen Paracetamol oder Ibuprofen.
D6 oder D12: Welche Potenz von Ferrum phosphoricum?
Als Schüßler-Salz ist D12 üblich. Ein Wirkunterschied ist nicht belegt.
Kann man Ferrum phosphoricum Kindern geben?
Die Tabletten sind unbedenklich. Fieber bei Säuglingen unter drei Monaten gehört aber immer sofort in die Kinderarztpraxis.


