Willkommen! Wir erklären Globuli und ihre Anwendung in der Homöopathie. Gut zu wissen: Eine Wirkung homöopathischer Mittel ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Unsere Artikel informieren, ersetzen aber keinen Arztbesuch. So arbeiten wir

Globuli gegen Allergie: Was hilft bei Pollen, Hausstaub und Tierhaaren?

Rund jeder dritte Mensch in Deutschland hat im Laufe seines Lebens eine Allergie. Viele wünschen sich eine natürliche Lösung. Hier erfährst du, was Globuli bei Allergien leisten können, welche Tests und Therapien unseriös sind und was wirklich hilft.

Von Sebastian Beier · Zuletzt geprüft am

Junger Mann reibt sich die geröteten Augen, auf seinem Schoß eine Katze, auf dem Tisch eine Packung Taschentücher

Was ist eine Allergie?

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf harmlose Stoffe aus der Umwelt, sogenannte Allergene, als wären sie gefährlich. Die häufigsten Auslöser:

  • Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern: Heuschnupfen
  • Hausstaubmilben: Beschwerden vor allem nachts und morgens, ganzjährig
  • Tierhaare, eigentlich Eiweiße aus Speichel und Hautschuppen, vor allem von Katzen
  • Nahrungsmittel wie Erdnüsse, Nüsse, Milch, Ei, Fisch
  • Insektengift von Bienen und Wespen
  • Kontaktallergene wie Nickel oder Duftstoffe

Die Beschwerden reichen von Niesen und Juckreiz bis zur lebensbedrohlichen Anaphylaxie mit Atemnot und Kreislaufversagen.

Welche Globuli werden bei Allergien empfohlen?

  • Galphimia glauca bei Heuschnupfen und Hausstauballergie
  • Luffa operculata bei verstopfter Nase
  • Apis mellifica (Honigbiene) bei Schwellungen und Nesselsucht
  • Euphrasia und Allium cepa bei Augen- und Nasenbeschwerden
  • Histaminum und Nosoden aus Pollen oder Hausstaub, die das Immunsystem „umstimmen“ sollen

Was sagt die Forschung?

Vorsicht vor unseriösen Tests

Was bei Allergien sonst noch hilft

  1. Auslöser meiden: Bei Hausstauballergie milbendichte Bezüge für Matratze und Bettzeug, Schlafzimmer kühl und trocken, Kuscheltiere einfrieren oder heiß waschen. Bei Tierhaaren gibt es leider keine wirklich „allergikerfreundliche“ Katzenrasse.
  2. Antihistaminika gegen Niesen, Jucken, Quaddeln.
  3. Kortisonhaltige Nasensprays bei Nasenbeschwerden, kortisonhaltige Cremes bei Hautreaktionen nach ärztlicher Anweisung.
  4. Hyposensibilisierung bei Pollen, Hausstaubmilben, manchen Tierallergenen und Insektengift. Bei Bienen- und Wespengiftallergie schützt sie sehr zuverlässig vor lebensbedrohlichen Reaktionen.
  5. Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor, Antihistaminikum und Kortison für alle, die schon einmal eine schwere Reaktion hatten. Lass dir den Gebrauch zeigen und trag es immer bei dir.

Häufige Fragen

Kann man Allergien mit Globuli heilen?

Nein, dafür gibt es keine Belege. Die einzige Behandlung, die an der Ursache ansetzt, ist die Hyposensibilisierung.

Was ist eine „Allergie-Nosode“?

Eine homöopathisch verdünnte Zubereitung aus dem Allergen selbst, etwa Pollen. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Hyposensibilisierung, bei der das Allergen in wirksamer, genau kontrollierter Dosis gegeben wird.

Wie finde ich heraus, worauf ich allergisch bin?

In der allergologischen Praxis mit Hauttest und Bluttest auf spezifisches IgE, zusammen mit deiner Krankengeschichte. IgG-Tests sind dafür nicht geeignet.

Können Allergien wieder verschwinden?

Manche Nahrungsmittelallergien bei Kindern, etwa gegen Milch oder Ei, verschwinden oft bis zum Schulalter. Heuschnupfen bleibt meist, kann aber durch eine Hyposensibilisierung deutlich besser werden.